UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Bücherklau im Interview

Freitag, 23.02.2007 um 08:03 Uhr - 4,246 Aufrufe
 

Der Polizei in Rheine gelang es, einen Dieb zu überführen, der unter anderem aus der Dortmunder Universitätsbibliothek wissenschaftliche Literatur geklaut hatte, um sie dann bei Ebay zu versteigern.
Hilde Braun vom Deutschlandradio interviewte zum Thema ‘Lehrreiches Diebesgut‘.

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1 Kommentar für “Bücherklau im Interview”

  1. Klaus Döhmer schrieb:

    In letzter Zeit mehren sich Zeitungsbeiträge über Bücherdiebstähle in Universitätsbibliotheken.
    Der aktuellste: WR vom 23.2.07 “Geliehen, gelesen, geklaut”. In diesem Artikel wird sogar eine Frau Engelken-Meyer (sic!) zitiert. Ganz abgesehen davon, dass “stehlen” offensichtlich zu den aussterbenden Wörtern gehört (es wird nur noch “geklaut”, was aus einem Straftatbestand schon konnotativ ein Kavaliersdelikt macht, hoppla, nur geklaut, na dann…), suche ich nach dem Sinn solchen Veröffentlichungseifers: Man stelle sich vor, der Reporter bittet einen Gefängnisdirektor, ihm doch mal eben die Lücken seines Sicherungssystems zu beschreiben. Der Mann wird sich eine Abfuhr holen. Zu Recht. Ich frage mich also: Wem ist damit gedient, auch noch vor dem Letzten, der es nicht wußte, auszubreiten, dass es offensichtlich ganz unproblematisch ist, unsere Bestände unter Umgehung der üblichen Verbuchungsroutinen zu sozialisieren? Außer einem gewissen voyeuristischen Klitzel läßt sich diesem Thema doch eigentlich nichts abgewinnen, das einen solchen Schritt in die Öffentlichkeit rechtfertigen würde. Si tacuisses! Arbeitet im Stillen an einer Verbesserung der Bestandssicherheit, aber solange sie aus Kosten- und anderen Gründen nicht zu gewährleisten ist, schickt die Journaille freundlich aber bestimmt nach Hause.

    meint Ihr
    Cikldo

    PS. Zum Begriff “zeitnah” siehe Sick: Der Dativ…Folge 3, S. 115.