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Verwendung der Studienbeiträge in der Universitätsbibliothek (2007 - 2011/12)

Vom Sommersemester 2007 bis zum Wintersemester 2011/2012 erhob die Technische Universität Dortmund Studienbeiträge. Die Universitätsbibliothek hatte bei der Technischen Universität Gelder aus den Studienbeiträgen für ausgewählte Maßnahmen beantragt und auch zugeteilt bekommen. Diese Gelder waren zweckgebunden zur fakultätsübergreifenden Verbesserung von Lehre und Studienbedingungen.
Die folgenden Bereiche und Dienstleistungen sind in der Universitätsbibliothek seit 2007 finanziell besser ausgestattet worden.

  1. Ausbau des Bestandes an studienrelevanter Literatur

    2007:  Bereits 2007 konnte die Universitätsbibliothek 400.000 Euro aus Studienbeiträgen für den Ausbau des Bestandes an studienrelevanter Literatur einsetzen. Die Mittel wurden zum großen Teil genutzt, um den Lehrbuchsammlungsbestand zu aktualisieren. Dieser vielgenutzte Bestand konnte bedarfsgerecht aktualisiert und erweitert werden. Ca. 5.500 Print-Medien wurden angeschafft.
    Ergänzend wurden mehrere Pakete elektronischer Bücher gekauft. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um deutschsprachige Literatur, die das Angebot der gedruckten Lehrbücher ergänzte.
    Schwerpunktmäßig wurden folgende Fachgebiete abgedeckt: Geisteswissenschaften, Informatik, Sozialwissenschaften, Technik, Wirtschaftswissenschaften.
    Durch die Einbeziehung von elektronischen Büchern in unser Angebot wurde es möglich, vielgefragte Bücher ständig zur Verfügung zu stellen - auch wenn die gedruckten Exemplare ausgeliehen sind. Nun besteht Zugriff auf ein Paket deutschsprachiger WiSo-Bücher des Springer-Verlages. Der Zugriff ist campusweit von Rechnern der Universität möglich.
    Von November 2007 bis Juni 2011 konnten Normen und Regelwerke, die bisher nicht im Volltext im Angebot der UB Dortmund sind, für Lehr- und Studienzwecke bestellt und aus Studienbeiträgen finanziert werden.

    2008:  Für das Studienjahr 2008/2009 hatte die Universitätsbibliothek noch einmal 400.000 Euro für den Ausbau des Literaturbestandes bewilligt bekommen. Besonderer Wert wurde hierbei auf die Erweiterung des Angebotes an elektronischen Medien (E-Books und Datenbanken) gelegt.
    Mit dieser Übersicht erhalten Sie eine Auflistung der 2008 angeschafften Bücher.

    2009:  Auch für dieses Studienjahr wurde der Universitätsbibliothek ein Betrag von 400.000 Euro für Literaturbeschaffung zugeteilt. Dieser Betrag wurde anteilig für die Beschaffung von Monografien, elektronischen Volltexten und Datenbanken eingesetzt. Die Springer-E-Book-Pakete Geisteswissenschaften, Technik-Informatik und Wirtschaftswissenschaften wurden fortgeführt und ergänzen zukünftig das Lehrbuchangebot.
    Es wurden elektronische Volltexte und Datenbanken gekauft bzw. lizenziert, die das jetzige Angebot besonders im Bereich der elektronischen Aufsatzrecherche im Volltext ergänzen.

    Beispiele:

    • Häufig nachgefragt wurden die Lizenzen des SciFinder Scholar, wo eine Zusatzlizenz gekauft werden konnte. Ab 2010 liegt Römpps Chemie-Lexikon elektronisch vor. Hiermit erweitert sich also das Angebot für die Rechercheangebote im Fach Chemie.
    • Eine gefragte Datenbank im Bereich der Psychologie: Die Datenbank PsycArticles wurde für die TU Dortmund voll lizenziert.
    • Als Ausgleich für stornierte Zeitschriften sind Datenbanken mit großem Volltextanteil lizenziert worden, u. a. Academic Search Premier und die JSTOR: Arts and sciences collection II und III, die Language and literature collection, sowie WISO-Plus. Ein 3-Jahresvertrag wurde für das Oxford English Dictionary in der Online-Version abgeschlossen.

    2010:  Die Universitätsbibliothek erhielt einen Betrag von 350.000 Euro für die Erweiterung des studienrelevanten Literaturbestandes. Dieser Betrag wurde anteilig für die Beschaffung von Monografien, elektronischen Volltexten und Datenbanken eingesetzt.
    Es wurden weiterhin elektronische Volltexte und Datenbanken gekauft bzw. lizenziert, die das Angebot der Universitätsbibliothek besonders im Bereich der elektronischen Aufsatzrecherche im Volltext ergänzen.

    2011:  In diesem Jahr hat die Universitätsbibliothek für diesen Bereich keine Mittelzuweisung mehr erhalten. Lediglich mit Restmitteln aus dem Jahr 2010 konnten noch Literaturinvestitionen aus Studienbeitragsmitteln getätigt werden.

  2. Erweiterung der Öffnungszeiten

    2007:  Mit den bisher bewilligten Mitteln wurden ab Mai 2007 die Öffnungszeiten der Emil-Figge-Bibliothek sowie der Bereichsbibliotheken Mathematik und Statistik jeweils bis 20 Uhr erweitert.

    Die Selbstverbuchung von Ausleihen durch die Nutzer wurde für die Zentralbibliothek vorbereitet. Dies ist eine Voraussetzung für die erweiterten Öffnungszeiten in der Zentralbibliothek.

    Ab 12. November 2007 öffnete die Zentralbibliothek von montags 8.00 Uhr bis samstags 24 Uhr. Nur noch an Sonn- und Feiertagen blieb die Bibliothek geschlossen. Damit erhöhte die Zentralbibliothek ihre Öffnungszeiten von bisher 69 Stunden auf 136 Stunden pro Woche. Die Universitätsbibliothek Dortmund war damit die Hochschulbibliothek mit den längsten Regelöffnungszeiten in Nordrhein-Westfalen. Die Erweiterung der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek Dortmund wurde durch einen Pforten- und Empfangsdienst ermöglicht, der die Aufsicht in den Bibliotheksräumen übernommen hat.

    2008:  Im Gebührenkompass 2008 war zu lesen, dass die Studierenden der Technischen Universität Dortmund "am ehesten ... mit der derzeitigen Verwendung der Studiengebühren bezüglich der Verlängerung der Öffnungszeiten der Bibliothek" zufrieden waren (S. 247).

    Die Verlängerung der Öffnungszeiten wurde zum Teil aus Mitteln der Studienbeiträge finanziert. Diese Mittel wurden benötigt, um

    1. den Pforten- und Empfangsdienst aufrechtzuerhalten und
    2. die zusätzlichen Kosten für Energie (Klimatisierung, Strom und Wasser) zu finanzieren.

    Aufgrund der positiven Resonanz der Studierenden wurde dieses Angebot weitergeführt.
    Die mündlichen und schriftlichen Kommentare der Studierenden zeigten auch, dass eine Sonntagsöffnung dringend gewünscht wurde.

    2009:  Ab 19. April 2009 öffnete die Zentralbibliothek auch sonntags ihre Türen für die Studierenden und Lernwilligen.
    112.000 Euro wurden für die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek und die Bereitstellung des Wachpersonals aus Studienbeiträgen finanziert.
    Die Sonntagsöffnung und die Nutzung der Zentralbibliothek in den Nachtstunden erforderten eine Änderung der Öffnungszeiten. Montag bis freitags öffnet die Zentralbibliothek nun von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Samstag und Sonntag ist die Bibliothek von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts geöffnet. An Feiertagen ist geschlossen. Ein zusätzlicher Reinigungszyklus in den Nachmittagsstunden verbesserte das Arbeitsklima.
    Mit 122 Öffnungsstunden in der Woche nimmt die Universitätsbibliothek Dortmund immer noch die Spitzenstellung im landesweiten Vergleich ein.

    Eine weitere Verbesserung der Lernbedingungen eröffnete sich für die Studierenden durch die Einführung der Samstagsöffnung (jeweils von 9 bis 16 Uhr) der Emil-Figge-Bibliothek ab 11. Juni 2009. Diese Maßnahme bedingte den Einsatz eines Pfortendienstes am Samstag für das Gesamtgebäude Emil-Figge-Straße 50 und eine zusätzliche Reinigung.

    Am 17. August 2009 wurden zwei Geräte für die Selbstverbuchung im Erdgeschoss der Zentralbibliothek in Betrieb genommen. Damit kann nun während der gesamten Öffnungszeiten der Zentralbibliothek Literatur entliehen werden: Ausleihe und Rückgabe in der Zentralbibliothek.

    2010:  Die Universitätsbibliothek bleibt weiterhin 122 Stunden in der Woche geöffnet.

    • Für die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek wurden für 2010 bis 2011 jeweils 112.400 Euro bewilligt.
    • Für die Öffnungszeiten der Bereichsbibliotheken wurden für die Jahre 2010 bis 2011 jeweils 55.600 Euro bewilligt.
    • Die durch die verlängerten Öffnungszeiten entstehenden Betriebskosten sowie die zusätzlichen Reinigungskosten wurden aus Haushaltsmitteln der Universitätsbibliothek finanziert.

    2011: Die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek und der Bereichsbibliotheken bleiben bestehen. Die Finanzierung aus Studienbeitragsmitteln entfällt ab 2012.

  3. Bereitstellung von Notebooks zur Erstellung von Seminar-, Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten

    2007:  Das Angebot, Notebooks zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten auszuleihen, bestand ab April 2002. Diese Geräte sind mittlerweile defekt oder veraltet. Für unsere Studierenden wurden zur Erstellung von Seminar-, Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten 30 neue Geräte angeschafft, die wie gewohnt ausgeliehen werden können. Allerdings ist die wissenschaftliche Nutzung schriftlich vom jeweiligen Betreuer zu bestätigen.

  4. Neuausstattung der Rechnerarbeitsplätze für unsere Nutzer

    2007:  Die Universitätsbibliothek bot insgesamt 133 Rechnerarbeitsplätze an. Diese Arbeitsplätze wurden stark frequentiert. Um wissenschaftliche Informationen direkt vor Ort schneller weiter verarbeiten zu können, wurde zusätzliche Software zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurde das Angebot an PC-Arbeitsplätzen weiter ausgebaut.

  5. Hochwertige Digitalisierung gedruckter Informationen

    2007:  Damit wissenschaftliche Informationen, die nur gedruckt vorliegen, eingescannt werden können, bietet die Universitätsbibliothek ein kostenfreies Digitalisierungsangebot mittels eines Scanners an. Der Aufsichtscanner wurde nach einer längeren Testphase im Erdgeschoss im Bereich der Gruppenarbeitsplätze aufgestellt und steht allen Nutzern zur Verfügung.

    2008:  Digitalisierungsmöglichkeiten weiter ausgebaut
    Um die Möglichkeiten zur Digitalisierung weiter zu verbessern, hat die Universitätsbibliothek am 22. Oktober 2008 im 2. Obergeschoss der Zentralbibliothek in Raum 206 einen Digitalisierungsraum eröffnet. Hier können nun an verschiedenen Scannern wissenschaftliche Informationen eingescannt, abgespeichert und nachbearbeitet werden.
    Auch der Farb-Aufsichtscanner aus dem Erdgeschoss ist im Digitalisierungsraum aufgestellt worden.

  6. Gruppenarbeitsraum

    2009:  Als größte Zweigstelle der Universitätsbibliothek Dortmund wird die Emil-Figge-Bibliothek als Arbeits- und Lernort stark genutzt. Aufgrund der Umbauten wurden zwei kleinere Räume als Gruppenarbeitsraum für zwei Arbeitsgruppen zu sechs Personen zusammengefasst. Die Einrichtung dieses Raumes hat Modellcharakter. Bewährt sich dieses Modell, können weitere Räume entsprechend ausgestattet werden.

  7. Kostenlose Fernleihe für Studierende der TU Dortmund

    2010:  Ab Januar 2010 waren Fernleihbestellungen für Studierende der TU Dortmund kostenlos. Die Fernleihgebühren wurden bis Mitte 2011 aus Studienbeitragsmitteln finanziert.

  8. Kurzzeitschließfächer

    2010:  Im 3. Obergeschoss der Zentralbibliothek wurden zum Wintersemester 2010/2011 insgesamt 48 Studienmatereialschließfächer aufgestellt. Die Schließfächer werden maximal für vier Wochen vermietet.

  9. Automatisierung von Ausleihdiensten

    2011:  Die Automatisierung der Ausleihdienste wurde weiter ausgebaut. Für diesen Zweck hat die Universitätsbibliothek einmalig 215.000 Euro bekommen. Davon wurden u. a. der Umbau des Ausleihzentrums und der Rückgabeautomat bezahlt, sowie ein weiteres Gerät zum Selbstausleihen, das auch ergonomisch besser für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer zu bedienen ist.

Die für 2011 geplanten Anträge auf Studienbeitragsmittel sind in einer Präsentation nachzulesen, die am 19.01.2011 bei einem Treffen der Bibliotheksleitung mit Studierendenvertreterinnen und -vertretern gezeigt wurde.

Für die Zukunft hat die Universitätsbibliothek Anträge auf Qualitätsverbesserungsmittel gestellt, um die Öffnungszeiten weiterhin anbieten zu können und um studienrelevante Literatur anschaffen zu können.

19.12.2011