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InetBib2004
8. InetBib-Tagung vom 03. bis 05. November 2004 in Bonn

ABSTRACT

 
Kühne GmbH


Mittwoch, 03.11.2004 
Workshops 1-4 (Anmeldung erforderlich!)
10:30 - 12:30 
Vortragssaal
Abstract
Workshop 2:
Webredaktion

Mail an Frank Sander senden Frank Sander,  Wilder Jäger Mediengestaltung, Dortmund

InetBib-Man

Barrieren durch Pflege

In den letzten Jahren hat Barrierefreiheit als Schlagwort seinen Weg durch Internet und Presse gemacht. Jetzt, wo das Bundesgleichstellungsgesetz und die Regelungen der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) auch in die meisten Bundesländer Einzug erhalten hat, erkennt auch der Großteil der Bibliotheken, wie wichtig die Barrierefreiheit ihrer Internetauftritte anzusehen ist. Einige entwickeln gerade eigene Konzepte, andere ruhen sich auf Ihrer langjährigen vermeintlichen Barrierefreiheit aus, wenige wenden sich an Spezialisten - die meisten warten jedoch auf eine Lösung seitens einer ihnen übergeordneten Institution (Stadt, Universität etc.).

Entgegen vieler Meinungen ist "barrierefrei" jedoch kein Zustand, den man einmalig erlangen kann und der dann für alle Zeiten auf die entsprechende Internetpräsenz zutrifft. Websites ähneln lebendigen Organismen: Sie verändern sich, wachsen und werden nach wie vor von Menschen mit Inhalten gefüttert.

Welcher Weg auch immer bestritten wird, um eine Website von Barrieren zu befreien: Es entsteht immer nur eine Lösung, die zu dem Zeitpunkt der Fertigstellung barrierefrei ist. Dies garantiert noch lange keine nachhaltige Zugänglichkeit. Auch die Möglichkeit, die Webseiten mittels spezieller Software mehr oder weniger automatisch auf Barrieren zu überprüfen hilft hier nicht weiter, denn diese Programme sind leider nicht in der Lage, alle wichtigen Barrieren zu finden.

Also gibt es zwei große Probleme, wenn von barrierefreien Internetpräsenzen gesprochen wird:

  1. Nicht alle Barrieren sind automatisiert erkennbar.
  2. Durch die weitere Pflege der Seiten können leicht neue Barrieren entstehen.

Die vollwertige softwareseitige Verifizierung wäre de facto die Grundvoraussetzung, um auch eine spätere Barrierefreiheit zu garantieren. Da es diese aber nicht gibt (und auch nicht wirklich geben kann), muss der Mensch selbst auf das Vermeiden von Barrieren achten. In der Praxis schleichen sich bei der Pflege der Website nämlich gerne immer wieder neue Barrieren ein. Davor schützt auch kein noch so barrierefreies Redaktions- oder Content Management System.

Der Workshopteil soll auf diese Gefahren aufmerksam machen und die Teilnehmer motivieren, auch bei alltäglichen Redaktionstätigkeiten im Web immer einen kleinen Hintergedanken für benachteiligte Menschen übrig zu haben.

Stichpunkte aus dem Inhalt:
  • Barrierefreiheit von Redaktions- oder Content Manangement Systemen
  • Welche Teile der BITV sind betroffen?
  • Aufzeigen der wichtigsten "Fallstricke"
  • Tipps um häufige Fehler zu vermeiden
  • Möglichkeiten der automatisierten Unterstützung
 
 
 
 

Die InetBib-Tagung findet regelmäßig statt und ist ein Kongress der Teilnehmer der gleichnamigen Liste.
Für Fragen oder Anregungen schicken Sie bitte eine Mail an
bonn@inetbib.de.
Für Informationen über die Tagungen der letzten Jahre und noch vieles mehr:
www.inetbib.de.
Stand: 29.09.2004