11. InetBib-Tagung vom 14. bis 16. April 2010 in Zürich
Veranstalter: ETH Zürich, Universitätsbibliothek Dortmund

11. InetBib-Tagung vom 14. bis 16. April 2010 in Rämistrasse 101, Zürich
 
Veranstalter:

Abstract: 2.0-Kompetenz im Bibliothekswesen - Anspruch und Wirklichkeit

Christian Hauschke, Bibliothek der Fachhochschule Hannover
Edlef Stabenau, Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg-Harburg

Ist das Web 2.0 in deutschen Bibliotheken angekommen? Eindeutig beantworten kann man diese Frage nicht. Auf einschlägigen Veranstaltungen (z.B. Bibliothekartag oder auch die INETBIB-Tagungen) wird schon seit einiger Zeit über die "Bibliothek 2.0" diskutiert. Die Begrifflichkeiten sind bekannt, viele Kernbegriffe mag man schon nicht mehr hören. Schaut man sich jedoch die Angebote deutscher (wissenschaftlicher und öffentlicher) Bibliotheken an, so ist die gelungene Umsetzung von sog. Web-2.0-Merkmalen nur sehr vereinzelt zu entdecken.

Ein wesentlicher Grund für diese Kluft zwischen Theorie und Praxis ist, dass viele BibliothekarInnen die IHNEN neuen Dienste kaum selbst nutzen. Das hat u.a. sicher mit den Unterschieden zwischen den sogenannten Digital Natives und den Digital Imigrants zu tun.
Digital Natives gehen anders an die Informationssuche - und vermittlung heran, als Digital Immigrants.

Zu den Digital Immigrants gehört ein Großteil (der größte Teil?) der zur Zeit in ihrem Beruf arbeitenden BibliothekarInnen. Im bibliothekarischen Nachwuchs ist der Anteil der Digital Natives naturgemäß höher. Allerdings ist zu beobachten, das nicht in allen bibliothekarischen Ausbildungsstellen das Thema Web 2.0 bzw. dessen Dienste ausreichend geschult wird.

Wir möchten über unsere Erfahrungen als Praktiker berichten (gespeist u.a. aus einer Vielzahl an Workshops, Selbstlernkursen und anderen Veranstaltungen zum Thema Web 2.0),und die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit beleuchten. Belegt werden sollen die Thesen mit best und worst practice Beispielen.