UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Ausstellung "Island – ein Land voller Gegensätze"

Mittwoch, 10.06.2009 um 09:20 Uhr - 6.173 Aufrufe
Aktueller Hinweis: Die Ausstellung wurde verlängert!


Ab 17. Juni 2009 präsentiert Wolfgang Herzberg seine Ausstellung „Island – ein Land voller Gegensätze“ in der Emil-Figge-Bibliothek.
Die Eröffnung ist am Mittwoch, den 17.06.2009, ab 17 Uhr in der Emil-Figge-Bibliothek. Gegen 18 Uhr spricht Christian Beckmann, WDR, Grußworte.

Auf seinen Reisen entwickelte Wolfgang Herzberg seine Vorliebe für Landschaftsfotografie in klassischer Schwarz- Weiß-Technik. Diese Ausstellung ist das bemerkenswerte Ergebnis einer Exkursion im Jahr 2006 nach Island. Zu sehen sind mehr als 20 ausgesuchte Fotografien auf original Baryt-Papier.

Von Feuer und Eis abgesehen ist der größte Teil der Insel etwa so groß wie die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Gekennzeichnet ist es durch unfruchtbares Ödland mit Sand- und Steinwüsten, Lavafelder, Gebirgszüge und ein paar Seen.
Auf der Suche nach ursprünglicher Natur bietet es aber unzählige Gelegenheiten für Entdeckungen: Mächtige Tafelberge, auf denen man Göttersitze vermuten könnte, zudem gewaltige, gleißende Gletscher und bizarre Lavaburgen, die Ruinen nach einem Weltuntergang gleichen. Ungebärdige, reißende Flüsse stehen im Kontrast zu idyllischen Seen. Es gibt gottverlassene Wüsten, Steilküsten und geheimnisvolle Basaltformationen, melancholische Heide- und Moorlandschaften, Geysire, Solfataren, traumverlorene Täler – und ringsum das weite Meer. Kurz: ein Land der Kontraste auf engem Raum, wie man es kaum anders wo auf der Erde findet. Dazu kommt, dass die Insel nicht allzu stark besiedelt ist. Insgesamt leben 290 000 Einwohner dort, davon leben allein in Reykjavik 115 000.

Das Landschaftsbild auf Island hat einen sehr hohen Dichte-Umfang, nämlich gleißende Lichter wie Seenoberflächen, Gletscherüberreste und tiefe Schatten wie schwarzer Sand Felsspalten und Krater. Diese Kontraste sind bei hohem Sonnenstand schwer zu beherrschen. Die ausgestellten Fotos zeigen, dass Herzberg ein Meister seines Faches ist. Ihm gelang durch die optimale Beherrschung des fotografischen Handwerks, das keine „Fehlschüsse“ zulässt und nichts dem Zufall überlässt, die realistische Wiedergabe der Natur. Herzberg benutzt für die Belichtung der Negative im Groß- und Mittelformat das so genannte Zonensystem. Das ist ein technisches Verfahren zur Optimierung von Schwarz-Weiß Einzelnegativen. Im Gegensatz zu den Standard-Entwicklungen der analogen Farbfotografie ist die Entwicklung von Schwarzweißmaterial äußerst variabel. Es ermöglicht eine sehr differenzierte Übersetzung der Kontraste in analoge Dichteunterschiede von Silberhalogenid-Negativfilmen. Dadurch ist das Zonensystem im klassischen Sinn auf die Verarbeitung von Einzelnegativen beschränkt und man erreicht mit ihm einen maximalen Tonwertreichtum.

Die Ausstellung wird bis zum 31. August 2009 zu sehen sein.

Kontaktdaten:
Wolfgang Herzberg
E-Mail: wolfgang.herzberg@tu-dortmund.de

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