UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Ausstellung "Unicef macht Schule – Grundlegendes Recht auf Bildung für alle Menschen der Erde"

Montag, 07.07.2008 um 08:00 Uhr - 6.203 Aufrufe


Die Ausstellung der UNICEF-Hochschulgruppe zeigt vom 07.07. bis zum 01.08.2008 in der Universitätsbibliothek der TU Dortmund die Bildungssituation von Kindern in Entwicklungsländern. Nicht jedes Kind hat dort die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Gegenwärtig sind ca. 121 Millionen Kinder davon betroffen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige Kinder müssen der Familie im Haushalt helfen, was hauptsächlich Mädchen betrifft. Sie werden bzgl. Chance auf einen Schulbesuch oft auch gegenüber Jungen benachteiligt, da sie früh heiraten sollen. In einigen Gebieten gibt es zu wenig Schulen, so dass die nächste Schule zu weit entfernt ist und der Weg dorthin auch zu gefährlich sein kann. Klassenräume können zu überfüllt sein sowie schlecht ausgestattet, so dass die Eltern keinen Sinn darin sehen, ihre Sprösslinge zur Schule zu schicken. Schulmaterial wie Hefte, Bücher und Stifte können für arme Familien unbezahlbar sein. Dem Besucher der Ausstellung wird dies an einigen konkreten Beispielen aus verschiedenen Ländern aufgezeigt.

Durch Bildung kann ein Mensch der Armut entkommen, da er Hoffnung auf besser bezahlte Arbeit sowie bessere Berufsaussichten hat. Kinder lernen den Weg zu einer eigenen Meinung und können damit leichter eigene Entscheidungen treffen. Dadurch werden sie selbstbewusster und weniger Opfer von Gewalt und Missbrauch. Nahezu keine andere Investition hat so positive und weit reichende Auswirkungen auf die Entwicklung einer Gesellschaft wie insbesondere die Förderung der Mädchenbildung. Die Kindersterblichkeit sinkt, je länger die Mütter zur Schule gegangen sind. Frauen mit Schulbildung heiraten meist später, bekommen weniger Kinder und können diese besser versorgen. Nicht zuletzt schützt Bildung Mädchen vor Diskriminierung, Ausbeutung und Gefahren wie AIDS.

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, verfolgt als eines der grundlegenden Ziele überhaupt, allen Kindern unserer Erde zu Bildung zu verhelfen. Es stattet Schulen aus, fördert die Fortbildung von Lehrern und versorgt die Schüler mit Büchern, Heften und Stiften. UNICEF hilft den Schulbau zu koordinieren, stellt ergänzendes Material wie Zement und Holz bereit und sorgt auch dafür, dass viele Schulen Trinkwasseranschluss sowie hygienische Toiletten erhalten. Dadurch wird Durchfallerkrankungen Einhalt geboten. In Notsituationen stellt UNICEF die „Schule in der Kiste“, das mobile Klassenzimmer, welches Unterricht für 80 Kinder ermöglicht, bereit.

Gezeigt wird die Ausstellung von der UNICEF-Hochschulgruppe im Rahmen des „Festival gegen Rassismus“, das sich gegen jegliche Formen der Diskriminierung und Benachteiligung richtet. Trotz der UN-Kinderrechtskonvention werden bis heute in weiten Teilen der Erde noch immer Kinder ihrer Rechte beschnitten, allen voran in punkto Schulbesuch. Besonders Mädchen haben unter dieser Diskriminierung zu leiden.
Somit sollte ein grundlegendes Recht auf Bildung für alle Menschen der Erde gelten!

Kontakt: Isabell Donner und Alexandra-F. v. Trotha (Unicef-Hochschulgruppe)

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2 Kommentare für “Ausstellung "Unicef macht Schule – Grundlegendes Recht auf Bildung für alle Menschen der Erde"”

  1. Russe sagt:

    Auf dem Poster „Schulen in der Kiste“ wird Tschetschenien in einer Reihe mit Afghanistan und afrikanischen Ländern erwähnt, als ob es ein eigenständiges Land wäre.
    Dies ist eine politische Provokation!
    Tschetschenien ist eine Republik in Russland (vergleichbar mit einem Bundesland in Deutschland).

  2. webteam sagt:

    vielen Dank für Ihre Anmerkung. Wir werden Ihren Kommentar weiterleiten an die Organisatoren dieser Ausstellung – die Unicef-Hochschulgruppe.

    mit freundlichen Grüßen

    Michael Storf
    Webteam der Universitätsbibliothek Dortmund
    E-Mail: michael.storf@ub.tu-dortmund.de