UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Neue Benutzungsordnung, neue Gebührenordnung

Donnerstag, 16.01.2014 um 12:29 Uhr - 38.602 Aufrufe

Die neue Benutzungsordnung und die neue Gebührenordnung für die Universitätsbibliothek wurden am 28.11.2013 vom Senat der TU Dortmund verabschiedet und am 13.12.2013 veröffentlicht.

Hauptziel war neben den notwendigen Aktualisierungen die Gleichstellung und Privilegierung aller Mitglieder und Angehörigen der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen (UAMR).

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Die Präsenznutzung der Bibliothek ist schon ab 16 Jahren statt 18 Jahren gestattet.
  • Mitglieder und Angehörige der UAMR-Hochschulen (Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen) sind bezüglich der Bibliotheksnutzung nun den Mitgliedern und Angehörigen der Technischen Universität Dortmund gleichgestellt.
  • Mitglieder und Angehörige der Fachhochschule Dortmund sind nun den anderen NRW-Hochschulen gleichgestellt (Ausweis kostenlos, Befristung auf 1 Jahr, Ausleihe von maximal 20 Medien, keine Lehrbuchsammlung, keine Fernleihe).
  • Externe Nutzer können (nur noch) bis zu 100 Medien gleichzeitig ausleihen.
  • Jacken, Taschen, Mäntel dürfen in Standorten mit Mediensicherungsanlage in die Räumlichkeiten der jeweiligen Bibliothek mitgenommen werden. Diese Regelung findet bereits praktische Anwendung, neu ist die Verankerung in der Benutzungsordnung.
  • Nun ebenfalls in der Benutzungsordnung verankert: Bibliotheksmedien sind vor der Ausleihe zu prüfen und vorhandene Schäden anzuzeigen.
  • Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Dortmund können aus allen Bereichsbibliotheken dienstlich entleihen.
  • Die Lehrbuchsammlung ist den Mitgliedern und Angehörigen der UAMR-Universitäten vorbehalten.
  • Mitglieder und Angehörige kirchlicher oder privater Hochschulen zahlen einen Jahresbeitrag von 20 Euro.
  • Schülerinnen und Schüler unter 21 Jahren erhalten auf Antrag einen kostenlosen Bibliotheksausweis.
  • Empfänger von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld und Inhaber des Dortmundpasses können auf Antrag eine Gebührenermäßigung um 10 Euro erhalten.

Das ändert sich nicht:

  • Die Präsenznutzung der Bestände und Informationsmittel ist weiterhin für alle Nutzerinnen und Nutzer kostenlos.
  • Die weitergehende Nutzung, zum Beispiel die Ausleihe von Medien, ist für Mitglieder und Angehörige von Hochschulen in Trägerschaft des Landes NRW nach wie vor kostenlos.

Mit Fragen können Sie sich gerne an das Servicezentrum wenden.

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21 Kommentare für “Neue Benutzungsordnung, neue Gebührenordnung”

  1. Herr Meisel sagt:

    „Hauptziel war neben den notwendigen Aktualisierungen die Gleichstellung und Privilegierung aller Mitglieder und Angehörigen der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen (UAMR).“ Die Schlechterstellung und De-Privilegierung der Angehörigen der FH Dortmund war dann nur ein Nebenziel – oder wie sind die diesbezüglichen Änderungen zu erklären?

    • ArchitektinFH sagt:

      Haben Sie es noch nicht gehört?
      Die TU plant eine Mauer auf dem Campus zu bauen – damit die FH-Studierenden bloß keine Uniangebote nutzen!

      Und mal ohne Ironie: als FH-Studentin kann ich da nur den Kopf schütteln…

  2. WirtschaftFH sagt:

    Viele Studenten der FH sind auf die Universitätsbibliothek angewiesen.
    Sinnlose Aktion

  3. Arminius sagt:

    „Mitglieder und Angehörige der UAMR-Hochschulen (Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen) sind bezüglich der Bibliotheksnutzung nun den Mitgliedern und Angehörigen der Technischen Universität Dortmund gleichgestellt.“

    Hm, gilt das jetzt auch für die elektronischen Angebote der beiden Partnerunis oder konkret gefragt, kann ich als TU Dortmund Student mich per VPN-Netz nach Bochum und Essen einwählen und dort bestimmte Journals abrufen, die über die TU Dortmund nicht zugänglich sind? Wenn nein, ist so etwas geplant?

    • NP sagt:

      @Arminius: Das wäre schön … und wenn das zwischen TU und FH auch endlich klappen würde.

  4. schwarz sagt:

    persönlich finde ich es unangebracht, dass einem das Recht als FH Student genommen worden ist Bücher aus der Lehrsammlung auszuleihen, denn somit wird uns ein recht auf Bildung und ein wichtiger Zugang zu Materialien, die wir zur Klausurvorbeitung, Weiterbildung, Hausarbeiten und Bachelor/Masterarbeiten brauchten, verwehrt. Man sollte kooperieren, erst recht wenn es der Standort einem so gut möglich macht. Uns diesen Zugang zu verwehren ist kein guter Fortschritt!

  5. NP sagt:

    Wie zeige ich denn Beschädigungen an, wenn nur der Wachdienst da ist, der das nicht in den OPAC eintragen kann?

    @ArchitektinFH/Herr Meisel: Was wird denn schlechter? Das hört sich für mich so an, als ob die Bedingungen ähnlich sind jetzt, wie die für TU-Studis in der FH-Bibliothek.

    Das grundsätzlich eine gemeinsame Hochschulbibliothek Dortmund sinnvoller wäre, wird sich mangels Geld bestimmt nicht realisieren lassen.

    • ArchitektinFH sagt:

      Bisher hieß es, wir hätten dieselben Konditionen wie der Uni-Studenten.
      Soviel ich weiß wird das an der FH-Bibliothek auch so gehandhabt.

      „Was wird denn schlechter?“
      siehe oben, z.B. die Beschränkung der Ausleihe auf 20 Medien oder keine Ausleihe von Lehrbüchern.

      Und es geht hier auch um etwas Grundsätzliches: es sind zwei Hochschulen innerhalb einer Stadt sogar mit einem gemeinsamen Campus. Statt mehr aufeinander zuzugehen (z.B. gemeinsamer Bibliotheksausweis) werden hier plötzlich neue Schranken aufgebaut.
      In welchen Jahr(hundert) leben wir denn?

    • Monika Pushilal sagt:

      Sehr geehrte(r) NP,

      was Ihre Frage bezüglich des Anzeigens von Beschädigungen angeht:
      neben der Möglichkeit, die Beschädigung in unserem System zu vermerken, was ,wie Sie zu Recht schreiben, nicht vom Wachdienst erledigt werden kann, gibt es eine konventionelle Variante.

      Wir haben gelbe Zettel, auf denen die Beschädigung (mit Datum) vermerkt werden kann und die auch dem Wachdienst zugänglich sind.
      Diese Zettel werden in das Buch gelegt, so dass wir bei Rückgabe erkennen können, dass das Buch bereits vor der Ausleihe beschädigt war. Wichtig ist dann nur, dass der gelbe Zettel bei der Rückgabe noch im Buch ist.

      Mit freundlichen Grüßen
      Monika Pushilal
      Leiterin des Ausleihzentrums

  6. NP sagt:

    @ArchitektinFH:

    In der FH-Bibliothek kann ich z. B. alle Angebote, die man über VPN nutzen kann als FH-Studi nicht nutzen wie die FH-Studis. Ob es weitere Unterschiede gibt, weiß ich nicht.

    Ansonsten bin ich deiner Meinung, dass es zwei getrennte Hochschulbibliotheken gibt, ist vor allem historisch begründet und nicht funktional. Ich nutzte auch die FH-Bib regelmäßig, weil die Bestände sich ergänzen.

  7. Burak sagt:

    Wer kommt auf die Idee den „Externen“ 100 Medien als Ausleihlimit zu bestimmen, aber den FH Studenten nur 20 Medien zu Verfügung stellen?
    Ich verlange von der Bibliotheksleitung eine Erklärung unter welchen Betrachtungspunkten „neue Regeln“ bestimmt werden und wer diese fällt!
    Für eine Masterarbeit sind 20 Medien doch wohl ein Witz. Kontrolliert doch am besten am Eingang die FH’ler damit Sie nicht mehr reinkommen, und den TU’lern die Plätze und Bücher weg klauen, während die Studenten aus Bochum und Essen gleich gestellt sind.

    Sollten vielleicht mal eine Protestaktion starten, und uns gegen solche Maßnahmen und Behandlung Abwertungen zu Menschen zweiter Klasse wehren!

    • Dogan sagt:

      vielleicht sollten die Dortmunder FH-ler sich als erstes an ihre FH wenden, es scheint, das die dortige Bibliothek zu wenig Bücher und Platz hat. Jedenfalls verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Ich studiere an der FH Südwestfalen, was die dort nicht haben, kann ich bestellen, oder ich fahre eben nach Dortmund und leihe das notwendige. Mehr als 20 Bücher gleichzeitig kann ich eh nicht lesen gleichzeitig.

      • Burak sagt:

        Die FH hat schon auf die Beschwerden reagiert und letztes Jahr die Bibliothek ausgebaut. Dennoch kannst du dir ja vorstellen, dass die TU einen enormeren Finanzrahmen hat, als es an der FH der Fall ist. Meine Ärger richtet sich daher an beide.
        Aber ich kann es dennoch nicht verstehen, warum man mit Essen und Bochum kooperiert, während man doch nebeneinander auf dem selben Campus ist. Die Damen und Herren beider Leitungen sollten mal kommunizieren, anstatt auseinander zu gehen!

        Es soll doch mal einer erklären, warum und weshalb man nun die Bedingungen verschlechtert?

        P.S Für eine Abschlussarbeit , welche parallel mit einer wissenschaftlichen Projektarbeit geschrieben wird, kann man mal 20 Bücher benötigen. Besonders dann, wenn es zur Weihnachten wieder alles zwei Wochen dicht hat…

        • Madness sagt:

          Das ist doch nur ein weiterer Schritt in eine bedenkliche Richtung, die die Universität, unter dem Diktat der Wirtschaft, seit Jahren einschlägt:
          Vernachlässigung/Streichung geisteswissenschaftlicher Studiengänge, Umbenennung in eine „Technische“ Uni, Kooperation mit anderen Universitäten (statt der FH vor Ort) usw.
          Auch an den Bildungsinstituten geht es nur noch um politische Machtspiele und Geld.
          @Burak: die gesamte Entwicklung unserer Gesellschaft ist ein Grund zum Ärgern.

    • Homer sagt:

      Am Eingang kontrollieren? Die Idee ist nicht schlecht. Vielleicht gäbe es dann endlich mal wieder ein paar mehr freie Arbeisplätze.

  8. Burak K. sagt:

    Liebe Studenten der TU und FH,

    warum wenden wir uns nicht schriftlich an die Bibliotheksleitung um eine Erklärung, warum die FH’ler nun schlechter gestellt werden? Eine Stellungnahme von der Seiten der Leitung ist bisher nicht erfolgt und wird dies möglicher Weise auch nicht. Im Rahmen der demokratischen Rechte und Meinungsfreiheit wird uns doch wohl erlaubt sein solch eine Maßnahme bzw. Erklärung zu verlangen. Darüber hinaus könnten wir eine Petition starten und auf eine demokratische Reaktion der Bibliotheksleitung hoffen!

  9. FH Studentin sagt:

    Die FH Studenten werden benachteiligt, was soll das?!
    Ich bitte um eine Stellungnahme seitens der TU!

  10. NP sagt:

    Hallo,

    kommt irgendwann auch ein Buch-Bestellservice wie ihn die FH Bib zwischen den Standorten hat?

  11. Ute Engelkenmeier sagt:

    Hallo NP,

    die Universitätsbibliothek Dortmund teilt sich zwar auch auf verschiedenen Standorte auf, unsere Bereichsbibliotheken auf dem Campus sind in erster Linie jedoch Präsenzbibliotheken, hier ist nur eine kurzfristige „Ausleihe“ über einen Nachmittag möglich oder ein Wochenende. Wenn wir die Bücher zwischen den Standorten versenden würden, wären sie gerade am anderen Standort angekommen und müssten dann auch schon wieder weg, also momentan kein praktikables Verfahren.
    Wir nehmen Ihre Anregung aber gerne auf. Da sich unsere Bibliothek immer weiter entwickelt kann man ein „irgendwann“ nie ausschließen 😉

    Viele Grüße,
    Ute Engelkenmeier

    Medienbereitstellung und Information

    • NP sagt:

      Hallo Frau Engelkenmeier,

      da habe ich mich wohl leider undeutlich ausgedrückt. Mir geht es um einen Liefer-/Bestellservice zwischen den UB des Universitätsallianz Metropole Ruhr, also dass ich Bücher z. B. aus der Duisburger UB nicht nur problemlos ausleihen kann, sondern mir die auch in die UB DO kommen lassen kann. Für ein Buch mal eben nach Duisburg zu fahren ist ja nicht mal eben gemacht wie in eine andere Fachbereichsbibliothek zu fahren in Dortmund. Entsprechend halt auch für Essen und Bochum. Und das ganze halt nicht als kostenpfichtige und lang dauernde Fernleihe, sondern vom Handling wie das die FH-Bibliothek mit den ausleihbaren Beständen zwischen ihren Standorten macht, nur wären die Standorte in der UAMR halt nicht in einer Stadt, sondern in 4 Städten.

      Mit freundlichen Grüßen

      NP

  12. Ute Engelkenmeier sagt:

    Hallo Herr oder Frau NP,

    einen besonderen Liefer- und Bestellservice zwischen den Universitätsbibliotheken der Universitätsallianz gibt es seit Ende 2011.
    Sie erhalten die über die Fernleihe bestellten Monografien aus Duisburg-Essen oder Bochum innerhalb von 48 Stunden – und das für nur 1,50 Euro pro Bestellung. Unter den Bibliotheken der UAR wurde eine tägliche gegenseitige Belieferung an Werktagen vereinbart.
    Nur wenn ein Buch vor Ort gerade ausgeliehen ist, kann es länger dauern, aber auch hier müssen Sie nichts tun, wir leiten Ihre Bestellwünsche dann weiter an andere Bibliotheken (auch das ist im Preis von 1,50 Euro inbegriffen).
    Wenn es mal noch schneller gehen muss gibt es unseren Service der Dokumentlieferung (http://www.ub.tu-dortmund.de/cgi-bin/ub/bestellung.pl)

    Viele Grüße,
    Ute Engelkenmeier

    Medienbereitstellung und Information