UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Das Klima in der Bibliothek

Mittwoch, 04.04.2018 um 14:15 Uhr - 3.081 Aufrufe

Feedbacks zum Klima
„Es ist zu warm und stickig.“, „Bitte lüften!“: Diese oder ähnliche Feedbacks haben wir in den letzten Wochen vermehrt erhalten. Auch in der Studierendenumfrage von 2017 gab es zahlreiche Anmerkungen zum Klima im beliebten Lernort Bibliothek.

Die wichtigsten Tatsachen
Die Luftaustauschanlage der Zentralbibliothek ist mittlerweile über 40 Jahre alt. Durch ihr hohes Alter ist die Anlage den Anforderungen nicht mehr gewachsen, es kommt häufig zu Klimaschwankungen. Vor Umsetzung der geplanten Gesamt-Baumaßnahme Bibliothek wird keine neue Anlage eingebaut werden. Neu in diesem Jahr ist die Situation durch eine unvermeidbare Brandschutzsanierung, die mindestens bis Juli laufen wird.

Hintergründe zur Brandschutzsanierung 2018
Aufgrund der Brandschutzsanierung muss die Luftaustauschanlage in den Gebäudeteilen Ost oder West immer wieder längerfristig ganz abgeschaltet werden. Durch diese Teilabschaltungen verschlechtert sich das Klima deutlich.

Temperatur, Lernortkarte, Lüften

  • Die Temperaturen sind innerhalb des Bibliotheksgebäudes ungleichmäßig verteilt, so dass ein Ortswechsel eine Verbesserung bringen kann. Ein Tipp: In den westlichen Ruhezonen im 2. und 3. Obergeschoss (Eingang rechts, Fenster Richtung Mensabrücke) ist es meistens kühler als auf der anderen Seite.
  • Für die Gruppenarbeitsplätze gibt es derzeit in unserem Haus keine Alternative. In unserer Lernortkarte [1] sehen Sie, wo auf dem Campus Sie sonst noch Lernplätze finden: Zum Beispiel im Seminarraumgebäude und in einigen naturwissenschaftlichen Fakultäten wurden neue Arbeitsbereiche geschaffen.
  • Wir haben großes Verständnis für Wünsche, die Luft durch Öffnen der Fenster zu verbessern. Längeres Lüften beeinflusst jedoch die Lüftungsanlage und ggf. die Heizung: Bei jedem Lüften versucht die Luftaustauschanlage, die entstehenden Raumwerte auf einen Sollwert zu korrigieren. Dadurch entstehen unkalkulierbare, oft gegenläufige Zustände. Jeden Morgen lüften wir daher für etwa 15 Minuten.

[1] Lernorte auf dem Campus (mit aktueller Auslastung)

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8 Kommentare für “Das Klima in der Bibliothek”

  1. Heinrich sagt:

    Sie haben nahezu ständig irgendeine Brandschutzsanierung in Ihrem Gebäude!!! Vorbeugende Instandhaltung scheint auch Ihnen ein Fremdwort zu sein!!!

  2. BicycleFriend sagt:

    Sicher kann man bei Architektur darüber streiten, was „schön“ ist. Aber es ist schon bemerkenswert, dass gefühlt ständig irgendwelcher ‚Brandschutz‘ stattfinden muß – auf Kosten der Luft. Ich kann nie länger als max. 1 Stunde in der bibliothek arbeiten. An meiner früheren Uni habe ich wesentlich mehr in kürzerer Zeit geschafft – weil in dieser Unibibliothek ein ganz anderes Klima geherrscht hat. Fenster auf! Und zwar nicht nur morgens und nicht nur für 15 Minuten! Ich häkel und spendiere Decken für die zweibeinigen Frostbeulen, die über „zu kalt“ klagen!

  3. Matthew sagt:

    Wobei man auch sagen muss, dass die Anforderungen an den Brandschutz in Deutschland absurd hoch sind. Vielleicht sollte man sich als große Einrichtung wie die TU nicht alles von den Behörden bieten lassen.

  4. festus sagt:

    „Wobei man auch sagen muss, dass die Anforderungen an den Brandschutz in Deutschland absurd hoch sind“ Das beklagte im November 2016, ohne „Deutschland“ und in einer anderen Sprache, die Kensington and Chelsea Tenant Management Organisation auch. So sehr die Maßnahmen nerven, mich beruhigt es insgesamt eher, daß die TU nicht bis zu großen Modernisierung wartet.

  5. ein Mathematiker sagt:

    Wäre es nicht möglich, die Klimaanlage außerhalb der Heizperiode als reine (Zwangs-)Belüftungsanlage (d.h. nur Luftaustausch, keine Heizung, Kühlung oder Entfeuchtung) zu betreiben? Nach meiner Erfahrung ist in den Sommermonaten die Luft im Lesesaal meist „schlimmer“ als draußen (wärmer und stickiger) (wobei bei der Wärme auch die Sonneneinstrahlung durch Fenster und Decke eine Rolle spielen dürfte). Dann sollte auch das parallele Öffnen der Fenster möglich sein (wie z.B. in der ehemaligen Mathe-Bibliothek, wo dies dank vorhandener Fenstergriffe möglich war und auch nie beanstandet wurde.)

    Ansonsten möchte ich (auch im Hinblick auf die hoffentlich irgendwann erfolgende Grundsanierung) auf die Lesesäle der ULB Münster hinweisen. Dort werden bei ausreichenden Außentemperaturen (zusätzlich zur Belüftungsanlage) einige kleine Fenster waagerecht gestellt, was neben zusätzlichem Luftaustausch auch psychologisch dazu führt, daß man sich nicht so „eingesperrt“ fühlt (Vogelgezwitscher etc.). Meines Erachtens eine nachahmenswerte Sache!

    siehe auch https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Universit%C3%A4tsbibliothek_M%C3%BCnster_IMG_3194.JPG

    (Gemeint sind die Oberlichter im zweiten Fenster von links und sowie im Fenster ganz rechts; auf dem Photo sind sie gerade geschlossen.)

    Freundlicher Gruß!

  6. BesorgterStudent sagt:

    In der Tat. Sehr schlechtes Klima, das dazu führt, dass man sehr schnell müde wird und dementsprechend nicht produktiv lernen kann. Ich denke die überwiegende Mehrheit der Studierenden sind der gleichen Meinung, auch wenn sie sich hier nicht äußern. Ich denke nicht, dass das nach außen hin eine gute Werbung für die Bibliothek der TU Dortmund ist.

    Sicher kann man argumentieren, dass eine Erneuerung der Lüftungsanlage viel Geld kostet, aber das ist keine Lösung, das Problem bleibt ja bestehen. Wichtiger ist das Problem zu beseitigen.

    Ein möglicher Vorschlag wäre mobile Klimaanlagen zu schaffen und bei Bedarf einzusetzen. Ich denke, das wäre so etwas wie eine Investition gleichzeitig in die Gegenwart und in die Zukunft.

  7. ein Mathematiker sagt:

    Danke, dass Sie trotz der im Blogpost geäußerten Bedenken die geneigten Fenster mit Öffnungsvorrichtung im 2./3. OG nun auch tagsüber öffnen (zumindest jetzt ist dies der Fall). Das stellt m. E. eine deutliche Verbesserung dar und sollte (bei entsprechenden Außentemperaturen) unbedingt dauerhaft beibehalten werden.

    Noch besser wäre es, wenn sich auch die senkrecht stehenden „normalen“ Fenster (sowohl im 2. OG als auch im Erdgeschoß bei den Gruppenarbeitsplätzen und im kleinen Lesesaal) öffnen bzw. kippen ließen (ich vermute nicht, dass dies in relevantem Ausmaß zum Bücherdiebstahl missbraucht würde). Sollten Sie Bedenken haben, dass diese zu weit offenstehen und jemand davorläuft, ließe sich (sofern der Fensterbeschlag ein Kippen nicht ermöglicht) sicher eine Stahlkette o. ä. anbringen, die (wie eine Türkette gegen Einbrecher) den Öffnungswinkel begrenzt.

  8. ein Mathematiker sagt:

    Nachtrag:

    Ich hatte eben noch nicht nachgeguckt, im EG sind bereits einige Fenster geöffnet. Auch dafür danke!

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