UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Fernleihe: Aufsätze vorerst nur als Papierausdruck

Donnerstag, 20.12.2007 um 14:29 Uhr - 5.559 Aufrufe

Konnten Sie bisher elektronisch bestellte Aufsätze auch elektronisch als PDF-Datei erhalten, muss darauf ab Januar 2008 vorerst verzichtet werden. Mit dem Inkrafttreten des neuen Urheberrechtsgesetzes am 01.01.2008 werden bei der Fernleihe vorläufig nur noch Papierausdrucke Ihrer Aufsatzbestellungen ausgegeben. Die Papierkopien stehen dann zur Abholung in der Zentralbibliothek bereit.

Hinweis:
In Zeit vom 22.12.2007 bis voraussichtlich 01.01.2008 steht Ihnen die Fernleihe Zeitschriftenaufsätze nicht zur Verfügung. Der Grund für diesen Ausfall sind umfangreiche Dateneinspielungen in unsere Katalogdatenbank.

Wenn Sie in den letzten Wochen Aufsatzbestellungen als WWW-Lieferungen (Download) aufgegeben haben und diese geliefert wurden, stehen Ihnen die Artikel nur noch bis zum 31.12.2007 elektronisch zur Verfügung. Bitte rufen Sie Ihre letzten Lieferungen in diesem Jahr noch ab und sichern die Artikel entsprechend.

Unser Dokumentlieferdienst wird ab dem 2.1.2008 wie gewohnt liefern. Aufsätze, die ein Verlag gleichzeitig als On-Demand- bzw. Pay-per-view-Angebot anbietet, dürfen jedoch nicht mehr durch die Bibliothek elektronisch geliefert werden. Der Buchversand bleibt hiervon unberührt.

Hintergrund:
Die von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Änderungen im Urheberrechtsgesetz führen ab dem 01.01.2008 zu einer wesentlichen Einschränkung der Lieferbedingungen im bibliothekarischen Fernleihverkehr.
In „§ 53a UrhG, der die Versendung von elektronischen Kopien betrifft, sind die Voraussetzungen für die Lieferungen elektronischer Dokumente nur unbestimmt geregelt. Daher müssen die am Fernleihverkehr teilnehmenden Bibliotheken vorerst auf die elektronische Auslieferung (z.B. als E-Mail-Anhang) verzichten. Aus diesem Grund liegen in den Bibliotheken von bestellten Aufsätzen bis auf Weiteres nur noch Kopien als Papierausdruck vor.
Derzeit finden Verhandlungen mit Verlagen über die Wiederaufnahme der elektronischen Lieferungen durch Bibliotheken statt.
Sobald es zu einer Einigung gekommen ist, werden wir Sie informieren. Absehbar ist allerdings, dass es zu einer deutlichen Verteuerung bei der elektronischen Lieferung von Aufsätzen kommen wird.

Details zur Urheberrechtsreform:
Aus Sicht des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“, einem Zusammenschluss von Wissenschaftsorganisationen und Fachverbänden, hat die Bundesregierung ihr Ziel, ein „bildungs- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht“ zu schaffen, verfehlt. Hoffnungen werden in einen „dritten Korb“ der Urheberrechtsreform gesetzt. In diesem sollen die sogenannten „Wissenschaftsschranken“ („§“§ 52 a, 52 b, 53 a UrhG) nochmal behandelt werden.

s. auch unsere Beiträge im UB-Blog zum Urheberrecht

Ansprechpartner in der Universitätsbibliothek Dortmund:
Norbert Gövert, Tel. 0231 / 755-4051
Ute Engelkenmeier, Tel. 0231 / 755-4003

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