UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Ausstellung "Im Objektiv des Feindes" – in der Emil-Figge-Bibliothek (EFB)

Montag, 24.10.2011 um 10:10 Uhr - 5.017 Aufrufe

Ein PK-Fotoreporter, Unteroffizier der Luftwaffe,
ausgerüstet mit Fotoapparat Leica III mit Teleobjektiv, 1939/44
BArch, Bild 146-2007-0196 / Foto: N.N.

Dem Verein zur Förderung der Ostmitteleuropaforschung e.V. (FOME-Verein) ist es gelungen, die Ausstellung „Im Objektiv des Feindes“ nach Dortmund zu holen. Die international renommierte Wanderausstellung zeigt auf 30 großformatigen Tafeln 250 Fotografien, die von den deutschen Besatzern 1939-45 in Warschau aufgenommen worden waren. Sie stammen aus den Beständen des Bildarchivs Preußischer Kulturbesitz in Berlin und des Bundesarchivs in Koblenz. Ursprünglich aufgenommen wurden sie von Propaganda-Kompanien der Wehrmacht.

Die Ausstellung wird in Kooperation des Vereins mit der Universitätsbibliothek Dortmund sowie der Fakultät Kulturwissenschaften der TU Dortmund gezeigt.

  • Ort: Emil-Figge-Bibliothek (EFB) in der Emil-Figge-Straße 50 (EF50)
  • Zeit: 3. November bis 20. Dezember 2011 während der Öffnungszeiten der EFB

Sie wird am 3. November (Donnerstag) im Raum 3.510 im Gebäude EF50 um 16 Uhr (s.t.) mit einem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Eugeniusz Cezary Krß³l vom Warschauer „Haus der Begegnungen mit der Geschichte“ und einer anschließenden Führung (ca. 17 Uhr) durch die Ausstellung eröffnet. Studierende sowie andere Interessierte sind herzlich eingeladen.

Ein Teil der Fotografien dokumentiert sachlich die Zerstörungen in der Stadt nach der Einnahme (1939) sowie nach den Aufständen im jüdischen Ghetto (1943) und der „Heimatarmee“ (1944) und den „Vergeltungsmaßnahmen“ des NS-Regimes, sowie das Alltagsleben der polnischen und jüdischen Bewohner als Menschen zweiter und dritter Klasse unter der deutschen Besatzung. Zugleich bemühten sich die Fotografen, bildhaft das Narrativ eines Kontrasts von deutscher „Kulturarbeit“ (in der ferneren Vergangenheit sowie erneut nach der Errichtung des „Generalgouvernements“) einerseits und „Verwahrlosung“ und „Niedergang“ unter polnischer Ägide darzustellen, wobei namentlich die jüdische Bevölkerung gemäß der NS-Rassen-Ideologie in ein möglichst negatives Licht gerückt werden sollte. Die Fotografien werden ergänzt durch zeitgenössische Plakate, Zeitungsausschnitte und Dokumente.

Ansprechpartner:
Dr. Daniel Müller, Emil-Figge-Str. 50 , Raum 3.516, Fakultät Kulturwissenschaften, Tel.: 755-6241, E-Mail

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