UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

Freie Plätze wieder Mangelware?

Donnerstag, 30.01.2014 um 15:16 Uhr - 6.828 Aufrufe

Was wir für Sie getan haben:
Vor einem Jahr haben wir in der Zentralbibliothek 150 zusätzliche Arbeitsplätze für Sie eingerichtet. Trotzdem kommt es vor allem in Prüfungszeiten immer wieder zu Engpässen, da die Bibliothek dann besonders voll ist:

  • Bitte bleiben Sie fair und reservieren Sie keine Plätze!
  • Nutzen Sie die Schließfächer im Erdgeschoss und belegen Sie die Arbeitsplätze nicht mit Jacken und Taschen. Auch andere suchen einen Platz zum Lernen.

Was wir für Sie tun:
Wir machen regelmäßig Rundgänge. Sitzen Sie über längere Zeit nicht am Platz, behalten wir uns vor, Ihre Sachen beiseite zu räumen, so dass der Platz für andere frei wird.

Was wir Ihnen empfehlen:
In den Bereichsbibliotheken gibt es oft noch freie Plätze. In der Bereichsbibliothek Mathematik und Statistik wurden erst im Sommer zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, in der Otto-Hahn-Bibliothek 1 und der Otto-Hahn-Bibliothek 2 stehen über 20 neue Arbeitsplätze zur Verfügung.

Tags:

13 Kommentare für “Freie Plätze wieder Mangelware?”

  1. Sebastian sagt:

    Die Lage insbesondere bei den Computer-Arbeitsplätzen wäre nicht so angespannt wenn diese wie in den Regelungen festgesetzt wirklich für „Forschung, Lehre, Studium und wissenschaftliches Arbeiten“ genutzt würden. Eine erschreckende Anzahl von Nutzern missbraucht jedoch dieses Angebot für facebook, Fußball- oder Youtube Videos. Hier wäre ein ansetzen am effektivsten, sei es durch Strafen oder Sperrung von Internetangeboten. Wer im Moment zu üblichen Zeiten in die Bibliothek kommt, muss damit Rechnen für eine Recherche keinen Platz zu bekommen – das ist traurig.

    • Carsten sagt:

      Bei solchen Vorschlägen wird dann meistens sofort von „Zensur“ gesprochen und dass viele Studenten im Wohnheim ja einen Volumentarif hätten. Dabei wäre das genau der richtige Schritt. Denn datenintensive Dienste in einer Bib zu sperren ist sicherlich keine Zensur und die Volumentarife des Studentenwerks sollten nicht das Problem der UB sein.

    • Deathlef sagt:

      Es ist schon unglaublich wie dreist hier manche Benutzer die Arbeitsplätze blockieren. Insbesondere wenn einige meinen die Bib als Kino nutzen zu können. Mich stört es ja nicht, wenn einige Facebook oder Youtube nutzen. Schwerwiegender sind Seiten wie kinox.to oder movie2.to. Bei vielen Nutzern scheint es Usus zu sein, sich den halben Tag mit Filmen berieseln zu lassen. Was hat das bitte auch nur im enferntesten Sinne mit dem Zweck der UB zu tun? Ein Wunder dass hier solch eine rechtliche Grauzone überhaupt zugelassen wird…

      Desweiteren bieten die Tische des PC-Pools nicht ansatzweise genug Platz. Ein Buch und ein Zettel reichen schon um dem Nebenmann auf die Pelle zu rücken. Von der Lautstärke im gleichen Bereich mal gar nicht zu reden. Bitte lassen Sie sich diesbezüglich mal von der Hochschule Bochum inspirieren…

      Die Verringerung der PC-Arbeitsplätze ist ebenfalls eine Frechheit. Nicht nur dass insgesamt 14 Rechner ersatzlos gestrichen wurden, auch der damit verbundene Wegfall sämtlicher MS-Office Sorftware bescheren mir und vielen meiner Kommilitonen Probleme.

    • Ute Engelkenmeier sagt:

      Hallo Sebastian, Hallo Carsten, Hallo Deathlef,

      Bibliotheken gewähren den Zugang zu Informationen, sei es in gedruckter oder in elektronischer Form. Eine formale Begrenzung des Internets würde eine Einschränkung des Informationsangebots nach sich ziehen. Auch Facebook und YouTube werden von Studierenden wie auch Wissenschaftlern für Studium und Lehre genutzt, daher gehört der Zugang zu diesem Angebot in jede Bibliothek.
      Zum Zweck der Literaturrecherche bieten wir ein gesondertes Angebot von „Katalog- und Datenbank-Rechnern“ im Erdgeschoss an. Falls Sie mal ohne Ihr Laptop in der Bibliothek sind, finden Sie hier auch eher freie Plätze zum Recherchieren.
      Und in Kürze werden die Internetarbeitsplätze erneuert, dann wird alles schöner 😉
      Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

      Viele Grüße,
      Ute Engelkenmeier

      Hauptabteilung Medienbereitstellung und Information

    • Ein Student sagt:

      Einerseits möchte ich Frau Engelkenmeier zustimmen, dass eine formale Begrenzung des Internets eine Einschränkung des Informationsangeobts nach sich ziehen würde. Anderseits wird das Informationsangebot auch eingeschränkt, wenn ich die Computer wegen einer (für mich zu) langen Wartezeit nicht nutzen kann, weil andere die Computer für nicht studienrelevante Zwecke benutzen. Auch ist mir bekannt, dass man Youtube und Facebook auch für das Studium nutzen kann. Zum Beispiel bei http://www.myfreefarm.de erschließt sich mir ein Zusammenhang zum Studium eher nicht.
      Mir ist klar, dass in erster Linie jeder Nutzer der Bibliothek selbst dafür zuständig ist, sich an die Bibliotheksordnung zu halten. Dennoch würde es mich freuen, wenn die Bibliothek prüfen könnte, ob es möglich ist Maßnahmen umzusetzen, damit der Missbrauch der Internetarbeitsplätze zumindest weniger wird. Mir fallen spontan 3 Möglichkeiten ein:
      1. Sperren bestimmter Seiten. Das hat den Nachteil, dass es einige Internetseiten wie Youtube und Facebook gibt, die man sowohl für sein Studium nutzen kann, wie auch ohne Bezug zum Studium. Außerdem lassen sich solche Sperren auch schon mal umgehen.
      2. Deaktivieren von JavaScript. Fast alle Internetseiten, die ich für mein Studium brauche, lassen sich auch ohne JavaScript nutzen. Bei nicht studienrelevanten Internetseiten sieht das häufig anders aus. Nachteile: Eventuell ist das technisch mit angemessen Aufwand nicht umsetzbar. Außerdem lassen sich auch studienrelevante Videos auf Youtube ohne Javascript nicht ansehen.
      3. Begrenzung des Transfervolumens oder der Nutzungszeit. Wenn man erkennt, dass die Computerarbeitsplätze, auch wenn man sie ausbaut, nie reichen werden, um allen Studierenden uneingeschränkten Zugang zum Internet zu gewähren, könnte man zumindest versuchen, den Internetzugang einigermaßen gerecht aufzuteilen. Jedem Studierenden steht also eine bestimmte Zeit und / oder ein bestimmtes Transfervolumen je Monat (Tag / Woche / Semester) offen, innerhalb dem er das Internet in der Bibliothek nutzen kann. Hat er dieses aufgebraucht wird das Internet für den Studierenden gesperrt. Der Nachteil wäre auch hier der erforderliche Aufwand, wenn sich der Vorschlag überhaupt technisch umsetzen lässt. Für die erlaubte Nutzungszeit oder das zugebilligte Transfervolumen müssten auch geeignete Werte gefunden werden. Außerdem könnten diejenigen, die ihr Nutzungskontingent erreicht haben, nicht ganz zu unrecht behaupten, es würde ja gar nicht stören, wenn sie das Internet nutzen würden, sofern sie das dann eben nur tun, wenn es gerade nicht voll in der Bibliothek ist. Das kommt ja auch regelmäßig vor.

      Da alle meine Vorschläge das Informationsangebot einschränken würden, würde ich vorschlagen diese Ideen nur für den Großteil der Computer umzusetzen. An einer geringen Anzahl von Computern könnte man dann auch noch in Zukunft das Internet im heutigen Umfang nutzen.
      Mir ist klar, dass alle meine Vorschläge teils erheblichen Aufwand und somit auch Kosten nach sich ziehen und diesen Kosten an anderer Stelle (z. B. beim Neukauf von Büchern) Einsparungen gegenüber stehen müssten. Dennoch würde es mich freuen, wenn man meine Vorschläge mal prüfen würde.
      Ich erinnere mich noch gut daran, dass vor einigen Jahren die Computer viel für Telefongespräche über das Internet benutzt wurden. Das hörte nach einiger Zeit aber plötzlich auf. In dem Fall hat es also geklappt die Bibliotheksordnung durchzusetzen.

      Ich habe in diesem Beitrag nur von studienrelevanter Nutzung des Internets geschrieben, auch wenn die Benutzungsordnung auch eine Nutzung für die Forschung erlaubt, da ich davon ausgehe, dass das Internet in der Bibliothek eher weniger zu Forschungszwecken genutzt wird.

  2. Carsten sagt:

    Gestern gegen 11 Uhr waren so ca. 1/4 bis 1/3 der Plätze mit Blöcken, Ordnern, Wasserflaschen etc. „reserviert“. Das war schon ein krasser Anblick. Wäre es denn im Sinne der UB, wenn sich Studenten auf Platzsuche diese Tische selber freiräumen würden? Es lässt sich ja recht schnell herausfinden (z.B. durch nachfragen beim Nebenmann), wie lange der Platz schon verwaist ist.

    • Ute Engelkenmeier sagt:

      Hallo Carsten,

      genau deshalb gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek regelmäßig durch die Lesesäle und weisen darauf hin, keine Plätze zu reservieren. Da wir natürlich an den „reservierten“ Tischen niemanden antreffen, müssen wir dies durch Auslage von Zetteln tun. Dabei ist die Unterscheidung, ob ein Platz nur kurz oder länger verwaist ist, schwierig und es kann auch passieren, dass ein Zettel bei jemandem landet, der wirklich nur mal eben weg ist, das können wir nicht verhindern. Gewinnen wir bei unseren Rundgängen jedoch den Eindruck, dass ein Platz über einen längeren Zeitraum reserviert wird, behalten wir uns vor, diesen zu räumen. Bei unseren bisherigen Rundgängen haben wir ca. 5-10% „reservierte“ Plätze gezählt.
      Wenn Sie den Eindruck haben, jemand breitet sich zu sehr aus, fragen Sie einfach, ob Sie sich dazu setzen können. Ich denke, Ihre Kommilitonen sind hier fair genug.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ute Engelkenmeier

      Medienbereitstellung und Information

  3. Frank sagt:

    Die UB der Uni zu Köln hat das selbe Problem mit Hilfe von Parkuhren gelöst.
    Diese legt man sichtbar auf seine Unterlagen aus, und hat dann ab der eingestellten Uhrzeit 30-45 Minuten Zeit um in die Mensa zu gehen und anschließend einen schnellen Kaffee zu trinken. Wer bis zur Frist nicht zurück ist muss damit rechnen, dass die Unterlagen abgeräumt wurden.

    ich habe nach der Einfuhr dieser Karten selbst nur gute Erfahrungen bei der Platzsuche gemacht, und nach Rücksprachen mit Freunden, die immer noch dort studieren, erfahren, dass im Allgemeinen eine positive Resonanz zu der Maßnahme kam.

    • Philipp R. sagt:

      Die Parkuhren wurde ja schonmal diskutiert. Damals war das Problem tatsächlich, dass viele potentiell freie Plätze mit Unterlagen belegt wurden. Wenn ich heute zwischen 12 und 16 Uhr durch die Bib gehe, kann ich die 5-10% an reservierten Plätzen bestätigen. Der Großteil der Plätze ist schlichtweg belegt!

      Ich denke auch, dass ein Parkuhr-System positiv angenommen werden würde. Aber ich bezweifle, dass dies das Platzproblem in der Zentralbib löst.

      Geschrieben aus der mittlerweile sehr angenehmen Zentralbibliothek. Keine Unterhaltungen, kein Mief, kein Hühnerkäfig-Feeling. Ich kann nur jedem empfehlen, die Bib ab 20:00 aufzusuchen 😉

    • Ute Engelkenmeier sagt:

      Hallo Frank, hallo Philipp, hallo Christina,

      vielen Dank für Ihre Anregungen und Kommentare. Im Prinzip wenden wir durch unsere Rundgänge und das Verteilen von Zetteln bereits eine Art „Parkuhrsystem“ an. Wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der nächsten „Tour“ einen reservierten Platz mit Zettel vorfinden, wird er abgeräumt. Müsste man überall noch auf Parkuhren schauen und diese kontrollieren, wäre dies ein viel höherer Zeitaufwand.
      Und wie Philipp schon schrieb: ein Parkuhrsystem löst das Platzproblem nicht.
      Die Lesesäle sind einfach sehr gut genutzt und daher in der momentanen Prüfungszeit voll! Auch die Tische an den Fensterseiten sind doppelt besetzt.
      Und meinen Tipp an Carsten (s.o.) wiederhole ich gerne: Sprechen Sie andere Kommilitonen an, wenn Sie den Eindruck haben, dass zwei Plätze genutzt werden. Wir hören auf unseren Rundgängen ständig: „Wenn mich jemand anspricht, räume ich das sofort weg.“ Also, nutzen Sie das aus 😉

      Viele Grüße,
      Ute Engelkenmeier

      Hauptabteilung Medienbereitstellung und Information

  4. Christina sagt:

    Ein Parkuhrsystem klingt für mich auch sinnvoll! Wobei 45 Minuten Abwesenheit vom Platz auf jeden Fall drin sein sollten. Gerade bei den Schlangen in der Mensa. Auf jeden Fall finde ich es gut, dass etwas gegen die „reservierten“ Plätze gemacht wird. Und wenn es wirklich so richtig voll ist, müssen eben die Tische an den Fenstern auch mal doppelt besetzt werden. Da ist nämlich auch noch viel Potential an freien Plätzen und ich hab es noch nie erlebt, dass jemand ein Problem hat, wenn man sich dazu setzt.

    • Tim sagt:

      Dann müsste aber auch dafür gesorgt werden, dass alle Fensterplätze (oder generell die Tische) mit 2 Stühlen ausgetattet sind. Oft findet man ja sogar noch einen Platz am Tisch an dem man sich bestimmt hinsetzen könnte, allerdings gibt es dazu keinen Stuhl auf dem man sich niederlassen könnte. Das ist eigentlich das traurige daran!

      • Ute Engelkenmeier sagt:

        Hallo Tim,

        wir sorgen dafür, dass kaputte Stühle repariert werden oder, wenn sie zu sehr in Anspruch genommen wurden, entsorgt werden, und wir kümmern uns darum, dass weitere neue Stühle angeschafft werden. Sie sind bereits unterwegs.

        Viele Grüße,
        Ute Engelkenmeier