UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Internet-Benutzerarbeitsplätze: Neue Software

Dienstag, 13.05.2008 um 12:39 Uhr - 10.092 Aufrufe

Ab dem 13. Mai 2008 werden die Internet-Benutzerarbeitsplätze der Universitätsbibliothek Dortmund mit neuer Software ausgestattet.

Die wesentlichsten Verbesserungen:

  • Firefox-Browser 2
  • Adobe Reader 8
  • Bildbearbeitungsprogramm Gimp
  • OpenOffice für Texte, Tabellen und Präsentationen
  • Verbesserter Druckertreiber für die Druckstation

Zuerst erfolgt die Umstellung in der Zentralbibliothek, danach in den Bereichsbibliotheken.

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9 Kommentare für “Internet-Benutzerarbeitsplätze: Neue Software”

  1. Kraus Björn sagt:

    Das die Rechner endlich einmal eine neue Distribution spendiert bekommen haben, habe ich mit Freude zur Kenntnis genommen.
    Dennoch ist dieses positive Ereignis durch ein paar Dinge/Fragen getrübt:
    1. Wieso um alles in der Welt wurde Version 7.10 anstatt der 8.04 gewählt? Noch weitere 11-12 Monate Updates im Vergleich zu 3 Jahren lang Updates. Wer hat sich denn da und aus welchen Gründne gegen die LTS-Version entschieden? [Und das bei öffentlich zugänglichen Rechnern…]

    2. Das Startmenü ist angepasst und die Programmauswahl auf ein sinnvolles Maß zusammengeschnitten. Dennoch wurde der Schnellstarter nicht gespertt. Konsequenz: Jedes Programm, das installiert ist, ist auch zugänglich. Unabhängig davon, ob dies an einem öffentlichen Rechner sinnvoll ist oder nicht. Wie wäre es also einmal damit, die Tastankombination Alt+F2 ihrer Funktion zu berauben?

    3. Das Anstecken eines USB-Sticks funktioniert vielfach erst beim Wiederholten anstecken. Kann es sein, dass da was mit dem D-Bus-Damon nicht ganz in Ordnung ist, oder aber mit der Lib-USB? Wäre schön, wenn das mal jemand klären könnte.

    4. Davon ausgehend: Wieso um alles in der Welt, gehören angesteckte Sticks der Gruppe „root“? Das ist ein defenitives Sicherheitsrisiko! Könnte jemand das so umstellen, dass diese Sticks der Gruppe „users“ (oder ähnlichem) gehören?

    5. Es ist immer noch OpenOffice.org 2.3 installeirt. Dabei ist mitlerweile auch die Version 2.4 erschienen, die einige Sicherheitslücken geschlossen hat. Da diese nciht ganz unwesentlich waren und die Rechner frei zugänglich sind, sprich jeder hier Dateien öffnen kann und gerade hier einige Lücken bestanden, wäre es dingend Zeit für ein Update!!!

    6. Beim durchlesen eines Shell-skriptes, dass ich auf meinem Stick hatte, wurde ich ernsthafft gefragt, ob ich es ausführen möchte!!! Könnt hier jemand die Dateizugriffsrechte entsprechend anpassen? Es kann definitive nicht sein, dass jeder beliebigen Code an den Rechnern auführen darf…

    Ich hoffe inständig, mit diesen Anmerkungen zur Verbesserung der Sicherheit und der Benutzbarkeit der Arbeitsplätze zum Wohle Aller beitragen zu können.

    Ansonsten finde ich den Einsatz von Linux sehr sehr löblich und hoffe, dass Sie da weiterhin dran festhalten werden.

  2. Michael Neumann sagt:

    Hallo Herr Kraus,

    schoen dass Sie sich ueber die neue Software freuen, hier nun die Antworten auf Ihre Fragen:

    1. Als wir begonnen haben, die neue Software fuer die Rechner zu installieren, war Ubuntu 7.10 die aktuellste Distribution, fuer Ubuntu 8.04 gab es noch keinen Erscheinungstermin. Ein Abwarten auf die Erscheinung von 8.04 haette den Einfuehrungstermin der neuen Software stark verzoegert. Ein Umstieg auf 8.04 in naher Zukunft ist aber auch nicht ausgeschlossen.

    2. Die Installation ist absichtlich nicht stark eingeschraenkt, so koennen Benutzer mit Linuxerfahrung das volle Potential der installierten Software nutzen.

    3. Wir haben im Vorfeld viele verschiedenen USB-Sticks ausprobiert und konnten damit keine Probleme feststellen. Da es sich um eine gewoehnliche Ubuntu Installation handelt, waere es wohl bekannt, wenn es gravierende Probleme mit der USB Unterstuetzung geben wuerde. Der Distributor haette dann sicherlich schon reparierte Pakete zur Verfuegung gestellt. Vielleicht sind Sie beim Anstecken des USB-Sticks zu ungeduldig? Es dauert schon einige Sekunden, bis der Stick erkannt wurde und sich das Fenster mit dem Inhalt automatisch oeffnet.

    4. Auch hier gilt: Es ist eine gewoehnliche Ubuntu Installation. Die graphische Benutzeroberflaeche laeuft unter einem Benutzerkonto, die USB-Sticks werden nur mit den Rechten dieses Benutzers eingebunden. Ausserdem werden dabei diverse sicherheitsrelevante Optionen gesetzt (nosuid, nodev, umask=077, …), die Gruppe root ist hier also kein Problem.

    5. Und das alte Lied: Es ist eine gewoehnliche Ubuntu Installation. Distributionshersteller liefern bei Sicherheitsluecken meistens nicht die aktuelle Version der Software aus, in der die Luecke behoben ist, sondern sie beseitigen die Luecken in den Versionen, die auch in der Distribution enthalten sind. Die angesprochenen Luecken in OpenOffice 2.3 wurden in Ubuntu 7.10 am 6. Mai beseitigt.

    6. Hier gilt auch die Antwort zu Punkt 2. Der Code wird ja nur mit eingeschraenkten Benutzerrechten ausgefuehrt, kann dem System also nicht schaden. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass kein fremder Code auf dem Rechner laeuft, oder dass Ihre eigenen Dateien nicht auf dem Rechner zurueckbleiben, benutzen Sie die Abmelde-Funktion im Startmenue. Damit werden alle Benutzerprozesse beendet und alle Benutzerdateien geloescht. Dies geschieht auch automatisch, wenn der Rechner fuenf Minuten lang nicht benutzt worden ist.

    Also: Nach und zur Sicherheit vor der Benutzung den Rechner einmal ueber das Startmenue abmelden.

    Mit freundlichen Gruessen
    Michael Neumann (EDV)

  3. Dennis sagt:

    Also ich kann Björns Aussage zu Punkt 3 bestätigen, mein 2GB Stick wird ebenfalls nicht angezeigt, jedoch erkannt

    [11807.828000] usb 2-5: new high speed USB device using ehci_hcd and address 8
    [11807.972000] usb 2-5: configuration #1 chosen from 1 choice
    [11807.972000] scsi9 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices
    [11807.972000] usb-storage: device found at 8
    [11807.972000] usb-storage: waiting for device to settle before scanning
    [11812.972000] usb-storage: device scan complete
    [11812.972000] scsi 9:0:0:0: Direct-Access OTi Flash Disk 2.00 PQ: 0 ANSI: 2
    [11816.072000] ready
    [11816.076000] sd 9:0:0:0: [sdb] 4077568 512-byte hardware sectors (2088 MB)
    [11816.076000] sd 9:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
    [11816.076000] sd 9:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 03 00 00 00
    [11816.076000] sd 9:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
    [11816.092000] sd 9:0:0:0: [sdb] 4077568 512-byte hardware sectors (2088 MB)
    [11816.092000] sd 9:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
    [11816.092000] sd 9:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 03 00 00 00
    [11816.092000] sd 9:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
    [11816.092000] sdb: sdb1
    [11816.100000] sd 9:0:0:0: [sdb] Attached SCSI removable disk
    [11816.100000] sd 9:0:0:0: Attached scsi generic sg1 type 0

    fdisk -l

    Disk /dev/sdb: 2087 MB, 2087714816 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 253 cylinders
    Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
    Disk identifier: 0x4414893b

    Device Boot Start End Blocks Id System
    /dev/sdb1 1 253 2032191 b W95 FAT32

    automount streikt einfach und die aussage das es keine probleme bei usb speichermedien mit 7.10 gibt ist so nicht korrekt, da gabs ne menge probleme wenn man sich in foren mal die alten postings anschaut und google befragt, gerade in sachen automount.

    mangels root rechten kann man es auch manuell nicht versuchen.

    mount /dev/sdb1 /mnt
    mount: only root can do that

    bei sudo wird dann natürlich nach einem pw gefragt 🙂

  4. Kraus Björn sagt:

    Was die USB-Sticks angeht, so haben sich für mich im Moment zwei Work-Arrounds herrauskristalisiert:
    1. Den Stick anstecken und warten, bis kein Zugriff mehr erfolgt, dann den Stick nochmal anziehen und wieder anstecken. Bislang wurde er dann immer korrekt eingebunden.
    2. Bis jetzt ging es mir (und anderen) immer so, dass ein Stick, der normalerwese nicht korrekt eingebunden wird, korrekt erkannt und angesprochen wird, wenn man vorher das Browserfenster minimiert. Also alle Fenster in die Taskleiste legen und dann erst den Stick anstecken. Allerdings hab ich keine Ahnung, woran genau das liegt, und ob es wirklich mit allen problematischen Sticks funktioniert. Einen Versuch dürfte es allerdings wert sein.

    @ Herrn Neumann:
    Vielen Dank für Ihre schnelle und umfassende Antwort.

    Allerdings: Darf ich Ihre Antwort zu Punkt zwei so verstehen, dass ich mich als „erfahrener“ Linuxnutzer frei austoben darf, solange ich weiß, was ich tue? Und bedeutet dies auch, dass ich gleich ein Live-System vom Stick booten darf, um in meiner gewohnten Arbeitsumgebung zu arbeiten?

    Ansonsten noch: Was die Sticks betrifft:
    Wäre es nicht sinnvoll, einen Hinweis anzubringen, dass die manuell auszuhängen sind, bevor sie abgezogen werden? Meine ja nur, bevor es die ersten Beschwerden von Windowsnutzern über Datenverlust gibt. Linux puffert nunmal anders als Windows…
    Denke da an ein kleines Skript, das beim Automount des Sticks ein Popupfenster mit einem entsprechend eHinweis öffnet oder so. Nervt zwar jeden erfahrenen Nutzer, dürfte aber wohl das kleinere Übel sein.

    MfG

  5. Michael Neumann sagt:

    Hallo Dennis,

    melde Dich doch bitte mal bei der EDV ( http://www.ub.tu-dortmund.de/mail-netz.html ), dann koennen wir uns das zusammen anschauen. Ein Workaround koennte sein, den USB Stick anzustecken und dann den Rechner einmal ueber das Startmenue abzumelden. Das Icon fuer den Stick sollte dann auf dem Desktop erscheinen.

    Mit freundlichen Gruessen
    Michael Neumann (EDV)

  6. Michael Neumann sagt:

    Hallo Herr Kraus,

    melden Sie sich doch bitte mal bei der EDV ( http://www.ub.tu-dortmund.de/mail-netz.html ), dann koennen wir uns das zusammen anschauen.

    An dem installierten System duerfen Sie sich gerne frei austoben, vergessen Sie nur danach nicht, das System einmal abzumelden. Die Nutzung eines Live-Systems ist nicht gestattet, das wuerde z.B. unsere Hardwareueberwachung (Temperaturen, Drehzahlen) verhindern und den Betrieb der Rechner stoeren.

    Ein paar Versuche haben ergeben, dass die Dateien beim Speichern ohne Verzoegerung auf den Stick geschrieben werden. Es sollte also nicht zu einem Datenverlust kommen, wenn man den Stick mal nicht vorher ausgehaengt hat. Wenn man den Stick waehrend des Datentransfers herauszieht, ist ein Datenverlust natuerlich vorprogrammiert, aber das ist unter Windows auch nicht anders. Ein Popupfenster mit einem entsprechenden Hinweis ist aber eine gute Idee.

    Mit freundlichen Gruessen
    Michael Neumann (EDV)

  7. Michael Neumann sagt:

    Hallo nochmal,

    wie wir mittlerweile gemeinsam herausgefunden haben, gibt es einige wenige USB-Sticks, die nicht automatisch gemountet (eingehaengt) werden. Sollte sich innerhalb von 10 Sekunden nach Einstecken des USB-Sticks nicht automatisch ein Fenster mit dem Inhalt des Sticks oeffnen, kann man dies jetzt durch die Tastenkombination Strg-U manuell anstossen. Ein paar Sekunden nach Druck auf Strg-U sollte sich dann ein Fenster mit dem Inhalt des Sticks oeffnen.

    Mit freundlichen Gruessen
    Michael Neumann (EDV)

  8. user256 sagt:

    Hallo,

    mir ist nicht ganz klar, wo temporäre Dateien gespeichert werden (ich meine nicht Browser Cache etc., sondern Dateien, die man über „Datei öffnen“ herunterlädt).
    Jedenfalls wird der Ordner /tmp beim abmelden nicht gelehrt, was ich für ein (kleineres) Datenschutzproblem halte. Das dürfte ja nicht so kompliziert zu implementieren sein.

    Ansonsten großes Lob an dieser Stelle! Die Rechner laufen zuverlässig und sind von dem Funktionsumfang super. Ich begrüße auch den ‚großräumigen‘ Gebrauch von freier Software.

    Weiter so!
    MfG

  9. Michael Neumann sagt:

    Hallo user256,

    wo temporaere Dateien gespeichert werden kommt ganz auf das Programm an, die Verzeichnisse /tmp und /var/tmp sind hier aber ganz heisse Kandidaten. Ab sofort werden diese Verzeichnisse auch beim Abmelden geleert. Vielen Dank fuer Ihr Lob!

    Mit freundlichen Gruessen
    Michael Neumann (EDV)