UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Modernisierung Bibliothekssystem: Erste Informationen

Donnerstag, 13.11.2014 um 12:18 Uhr - 7.086 Aufrufe

Im April 2015 ziehen die drei naturwissenschaftlichen Bereichsbibliotheken in die Zentralbibliothek

Welche Vorteile bringt das für Sie?

Sie müssen sich keine unterschiedlichen Leihfristen mehr merken: Die Bücher aus der Bereichsbibliothek Mathematik und Statistik und den Otto-Hahn-Bibliotheken 1 und 2 sind dann zu den Leihfristen der Zentralbibliothek ausleihbar. Ausleihe und Rückgabe sind während der gesamten Öffnungszeiten bis ein Uhr nachts möglich, ebenso die Abholung vorgemerkter Bücher und die Gebührenzahlung.

Auch die Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichsbibliotheken gehen für Sie nicht verloren: In den frei werdenden Räumen sollen in dem Umfang Studierendenarbeitsplätze eingerichtet werden, dass keine Arbeitsplätze verloren gehen.

Wie kommt es dazu?

Die Studierenden stimmen jeden Tag mit den Füßen ab: 92% aller Bibliotheksbesuche entfallen auf die Zentralbibliothek und die Emil-Figge-Bibliothek. Gerade in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern werden immer mehr Medien elektronisch lizenziert, so dass in diesen Bereichsbibliotheken kaum noch aktuelle gedruckte Literatur im Regal zu finden ist.

Aktuell gibt es acht Standorte der Universitätsbibliothek Dortmund. Dabei sind fast alle Fachbestände auf jeweils zwei Standorte verteilt – an einem dürfen die Studierenden ausleihen, am anderen nicht. Wer interdisziplinär Literatur benötigt, muss oft noch mehr Orte aufsuchen, die dann mitunter verschiedene Öffnungszeiten haben und deren Bestände unterschiedlich aufgestellt sind.

Angesichts der in den letzten Jahren deutlich zurückgegangenen Nutzung vor Ort war auch der hohe Personalaufwand für diese Standorte nicht mehr vertretbar.

Was ändert sich auf lange Sicht?

In einem Zeitraum von mehreren Jahren wollen wir unser Konzept der Zusammenführung von Beständen an insgesamt drei Bibliotheksstandorten realisieren. Dies werden die Zentralbibliothek, die Emil-Figge-Bibliothek und eine Bibliothek auf dem Südcampus sein. Durch die Zusammenlegung von zwei Standorten auf dem Campus Süd und die Integration der drei natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bibliotheken in die Zentralbibliothek werden insgesamt vier Standorte geräumt. Hier entstehen in ausreichendem Ausmaß Studierendenarbeitsplätze.
Wir haben dieses Konzept sorgfältig mit der Hochschulleitung und den Fakultäten besprochen und dabei eine einhellige Zustimmung erhalten. Wir werden die Studierendenvertretungen und die Fakultäten in die weitere Planung einbinden.

Was ist das Ziel?

Wir werden die gedruckten Bestände der Studienfächer an jeweils einem Standort zusammenführen, um sie zu einheitlichen Nutzungsbedingungen und einheitlichen Aufstellungsprinzipien zur Verfügung zu stellen. Die drei weiter betriebenen Bibliotheksstandorte bieten attraktive Öffnungszeiten, eine umfassende Infrastruktur und Unterstützungsleistungen durch das Bibliothekspersonal.

Wann kommt das alles?

Wir werden Schritt für Schritt vorgehen. In Absprache mit den betroffenen Fakultäten haben wir zunächst den Umzug der drei natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bibliotheken für April 2015 geplant. Mit dem Umzug der Bestände werden die Bereichsbibliotheken Mathematik und Statistik sowie die beiden Otto-Hahn-Bibliotheken aus dem Physik- und dem Chemiegebäude geschlossen. Alle weiteren Schritte finden danach in enger Absprache mit den Beteiligten statt.

Wir werden Sie jederzeit aktuell über die anstehenden Termine und Änderungen informieren.

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7 Kommentare für “Modernisierung Bibliothekssystem: Erste Informationen”

  1. NP sagt:

    Hallo,

    wird es in der zukünftigen Südbibliothek dann nur Präsenzbücher geben oder wird endlich alles ausleihbar sein? Wird einer der beiden Biblothekensräume dann erweitert oder wird der Buchbestand massiv reduziert, wenn auch die entsprechende Literatur aus der Hauptbibliothek dort hin soll? Werden die Öffnungszeiten dann ausgeweitet, so dass auch den Studierenden der betroffenen Fakultäten ein Angebot zur Verfügung steht wie in der UB für die Studierenden anderer Fakultäten? Und wann soll das alles kommen?

    Grüße

    NP

  2. Joachim Kreische sagt:

    Hallo NP,
    konkrete Pläne für die Bibliothek auf den Südcampus gibt es noch nicht, auch die Raumfragen sind noch nicht geklärt. Geplant ist aber – um auf Ihre Fragen zu antworten: Die Bibliothek soll grundsätzlich eine Ausleihbibliothek sein, das schließt aber nicht aus, dass Bestände aus fachlichen Gründen präsent bleiben (bei Nachschlagewerken sollte dies z.B. selbstverständlich sein). Da wir in Zukunft alle Fachbestände an einem Standort zusammenführen, kann es sein, dass Bestände, die besser an andere Standorte passen, in Zukunft nicht mehr auf dem Südcampus stehen. Reduzieren werden wir sicherlich Bestände, die mehrfach an verschiedenen, nciht mehr fortgeführten Standorten vorhanden sind und nicht mehr in dieser Mehrzahl gebraucht werden. Die Frage der Öffnungszeiten wird zu stellen sein, hier wird Maßgabe sein, welcher Bedarf bestehen wird. Wir führen an allen Standorten Besuchszählungen durch und reagieren mit unseren Öffnungszeiten darauf. So werden wir das auch am Südcampus handhaben. Zur Frage des Zeitpunktes: Wir konzentrieren uns jetzt auf die Integration der natur- und ingenieurwiss. Bestände in die Zentralbibliothek, erst danach werden wir das Projekt auf dem Südcampus forcieren. Dazu werden wir uns eng mit den Fakultäten und einem Beratungsgremium abstimmen, in dem z.B. auch der AStA vertreten ist. Genauer lässt sich das zeitlich noch nicht einordnen.

    Viele Grüße
    Joachim Kreische
    – Leiter UB Dortmund.

  3. Bereichsbibliotheknutzer sagt:

    Ich hoffe, dass bei diesem Schritt die fachlich logische Ordnung der Bereichsbibliotheken erhalten bleibt. Denn gerade diese vermisse ich in der Zentralbibliothek hin und wieder.

    Grüße

    • webredaktion sagt:

      Hallo Bereichsbibliotheknutzer,

      die Bestände werden nach dem Umzug physisch in der Reihenfolge der Bereichsbibliothek aufgestellt, wodurch der frühere thematische Zusammenhang gewahrt wird. Die bereits in der Zentralbibliothek befindlichen Bände nachträglich in diese fachlich logische Ordnung einzuarbeiten, bedeutet einen zu hohen Aufwand. Deshalb streben wir auch eine softwaregestützte Lösung an, die virtuell die Bestände zusammenführt und außerdem auch die zahlreich vorhandenen E-Books berücksichtigen kann.
      Die Aufstellung der Zentralbibliothek in fortlaufenden Nummern innerhalb eines Faches gehört zu den platzsparenden Aufstellungsformen, die für uns auch die Anzahl der Umräumaktionen gering hält.

      Viele Grüße,
      Antje Blomeyer
      Projektleitung Modernisierung Bibliothekssystem

  4. neugieriger Student sagt:

    Kurze Frage:

    Muss der Umbau während der generellen Prüfungsphase erfolgen? Ist es notwendig Studenten die Lernplätze in einem so wichtigen Zeitraum zu nehmen? Verstehen Sie mich nicht falsch, das Vorhaben ist in meinen Augen sehr sinnvoll, nur den Zeitpunkt empfinde ich als extrem fragwürdig.

    Wie sicher ist es, dass in Zukunft in den vorhandenen Räumlichkeiten studentische Arbeitsplätze entstehen? Zu wann sollen diese nutzbar sein?

    Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung bitte, dass wir Studenten auf diese Arbeitsplätze angewiesen sind und es aktuell schon ein deutliches Defizit an geeigneten Arbeitsbereichen gibt.

  5. Antje Blomeyer sagt:

    Hallo neugieriger Student,

    die Bereichsbibliotheken sind letztmalig am 10. April 2015 geöffnet und bieten noch alle Dienstleistungen (siehe http://www.ub.tu-dortmund.de/ubblog/modernisierung-bibsys-umzuege-mint).
    Den Umzugstermin haben wir in die Jahreszeit mit vergleichsweise geringer Nutzung gelegt und dazu die Besuchsstatistiken früherer Jahre herangezogen.
    Aus Gesprächen mit den Fakultäten im Vorfeld der Projektplanung wissen wir, dass die Fakultäten sehr an einer Nachnutzung der Räume für Studierende interessiert sind und zum Teil auch schon weitere Schritte unternommen haben.

    Viele Grüße
    Antje Blomeyer
    Projektleitung Modernisierung Bibliothekssystem