UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

Scopus lizenziert

Freitag, 10.07.2009 um 14:28 Uhr - 6.529 Aufrufe

Der Testzugang zu Scopus, den die Universitätsbibliothek im Frühjahr angeboten hat, wurde positiv bewertet und als Bereicherung unseres Datenbankangebotes wahrgenommen.
Daher hat sich die Universitätsbibliothek entschlossen, Scopus für einen Zeitraum von drei Jahren zu lizenzieren.

Scopus ist eine wissenschaftliche Datenbank, die neben Literaturnachweisen auch die zitierten Literaturstellen nachweist.
Die Datenbank enthält über 25 Mio. Abstracts und Quellenangaben. Ausgewertet werden ca. 16000 peer-reviewed Zeitschriften aus ungefähr 4000 internationalen Verlagen. Im Volumen enthalten sind auch etwa 1200 Open Access Zeitschriften. Für alle seit 1996 publizierten Artikel sind zusätzlich zu den Abstracts auch Literaturverweise enthalten.

So kann – in Analogie zu Web of Science – zusätzlich zu einer thematischen Suche auch die von den Autoren zitierte Literatur recherchiert und mittels diverser Analysehilfsmittel ausgewertet werden. Zu den weiterführenden Informationen gehört der sogenannten Hirsch-Index (h-Index), der die Autoreninformationen vervollständigt, und ein Performance-Index, der das wissenschaftliche Renommee der Zeitschriften beschreibt.

Schwerpunktmäßig werden die Fachrichtungen Natur- und Ingenieurwissenschaften, Medizin und Sozialwissenschaften abgedeckt. Neben Quellen aus dem angloamerikanischen Raum sind auch europäische Quellen in wachsendem Umfang nachgewiesen. Deutschsprachige Titel werden aufgenommen, wenn ein englischsprachiges Abstract vorliegt.

Den Zugang zu Scopus findet man beispielsweise über die Fachinformationsseiten der Universitätsbibliothek Dortmund.
Rückfragen beantworten gern die Fachreferentinnen und Fachreferenten der Universitätsbibliothek Dortmund.

Tags:

5 Kommentare für “Scopus lizenziert”

  1. Martin de la Iglesia sagt:

    Vor etwa einem halben Jahr haben Sie ja Ihren Web-of-Knowledge-Zugriff erweitert (http://www.ub.tu-dortmund.de/ubblog/web-of-knowledge-komplett-verfugbar). Nun ist ja die Abdeckung von Scopus und Web of Science ziemlich ähnlich. Welchen Mehrwert erhoffen Sie sich denn von Scopus gegenüber Web of Science?

  2. Gabriele Schönfelder sagt:

    Sehr geehrter Herr de la Iglesia,

    Sie haben unsere Homepage aufmerksam beobachtet. Das freut uns.
    Die Datenbanken Web of Science und Scopus sind sich wirklich sehr ähnlich – trotzdem sind sie nicht identisch, was Ihnen als Insider nicht unbekannt ist.
    Daher haben wir uns nach langer Überlegung dazu entschlossen, beide Datenbanken anzubieten. Die Gründe dafür sind vielfältig, hier nur die Wichtigsten:
    Web of Science deckt ohne Zweifel den längeren Zeitraum (ab 1945) ab, so dass bei Recherchen die älteren Veröffentlichungen gut berücksichtigt werden.
    Da Scopus erst später entstanden ist, sind ältere Veröffentlichungen naturgemäß nicht vollständig abgedeckt.

    Andererseits ist bei Scopus ein deutliches Anwachsen der Zeitschriften aus dem europäischen Raum zu beobachten. Diese Titel sind in Web of Science wesentlich weniger vertreten.

    Beobachtungen an Beispielen von Autoren der TU Dortmund zeigten, dass sich beide Datenbanken gut ergänzen – wohlgemerkt mit einer gemeinsamen Schnittmenge, die in Abhängigkeit vom Fachgebiet und Alter der betrachteten Veröffentlichungen unterschiedlich groß ausfällt.

    Um für bevorstehende bibliografische und bibliometrische Aufgabenstellungen gerüstet zu sein, haben wir uns für den Doppelbezug entschieden – solange die Finanzen das erlauben.

    Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage ausreichend beantworten. Über einen Gedankenaustausch zum Thema würde ich mich freuen.

    Gabriele Schönfelder

    E-Mail: gabriele.schoenfelder@ub.tu-dortmund.de

  3. Martin de la Iglesia sagt:

    Sehr geehrte Frau Schönfelder,

    danke für Ihre Antwort. Wir sind noch dabei, Scopus zu evaluieren, und haben noch keine endgültige Meinung dazu. Ich hatte jedenfalls bereits den Eindruck, daß die Abdeckung von Scopus vom Umfang her höchstens ähnlich groß wie die des Web of Science ist, wenn nicht gar etwas geringer. Aber auch das müssen wir noch näher untersuchen.

    Hier auch meine E-Mail-Adresse, falls Sie mich direkt kontaktieren möchten: iglesia@biochem.mpg.de

  4. Schlinge sagt:

    Sehr geehrte Frau Schönfelder,

    gibt es eigentlich auch die Möglichkeit Scopus dirket aus Citavi heraus zu nutzen?

    MfG

    Schlinge

    • webredaktion sagt:

      Sehr geehrter Herr Schlinge,

      wir haben diese Möglichkeit ausprobiert, dabei gab es aber Probleme. Wir empfehlen Ihnen zurzeit, direkt über Scopus zu recherchieren und die gewünschten Titel dann mit der Export-Funktion in Citavi zu übernehmen. Als Export-Format können Sie z.B. das RIS-Format auswählen. Die Einbindung von Scopus in Citavi werden wir noch einmal testen und Ihnen Bescheid geben, sollte es doch funktionieren. Wenn Sie Fragen zu Citavi haben, können Sie sich gerne an die E-Mail-Adresse citavi@ub.tu-dortmund.de wenden!

      Mit freundlichen Grüßen
      Jessica Buschmann